In Zeiten grassierender Judenfeindlichkeit, die längst auch in Teilen der Politik angekommen ist, wollen wir die schlimmsten Ausfälle sichtbar machen. Dafür verleiht NIUS jeden Freitag die „Goldene Wassermelone“ – einen Negativ-Preis für besonders auffällige Antisemiten. Die Wassermelone steht wegen ihrer Farben für die Palästina-Solidarisierung und damit auch für den Hass auf den jüdischen Staat. Diese Woche heißt unser Preisträger Ramsis Kilani.
Die „Goldene Wassermelone“ von NIUS haben sich schon einige Mitglieder der Linkspartei verdient. Diesmal trifft es ein Ex-Mitglied: Ramsis Kilani (man findet auch die Schreibweisen Ramsys und Ramsy), ein deutsch-palästinensischer Marxist, Trotzkist und Aktivist, hat es fertiggebracht, wegen der Verbreitung anti-israelischer und teils antisemitischer Hetze aus der Partei geworfen zu werden. Ein achtköpfiges Schiedsgericht der Linken hat Kilanis Einspruch gegen den Parteiausschluss vom Dezember 2024 abgelehnt.
In der Begründung des Ausschlusses hatte die Berliner Landesschiedskommission Kilani vorgehalten, dass in der Solidarisierung „die Grenze dort erreicht“ sei, „wo der Antragsgegner sich nicht klar genug gegen die Menschenrechtsverbrechen der Hamas und die Gewalttätigkeit gegenüber israelischen Zivilistinnen und Zivilisten abgrenzt“.
Einspruch abgelehnt: Ramsis Kilani ist raus bei der Linken.
Um in der gewöhnlich – von einigen wenigen Ausnahmen wie Petra Pau, Bodo Ramelow und Gregor Gysi abgesehen – israelfeindlichen Linken mit besonders aggressiven Aussagen aufzufallen, muss man schon einige Schippen drauflegen. Kilani war emsig dabei, insbesondere nach dem Überfall der Hamas und anderer terroristischer Gruppen auf Israel am 7. Oktober 2023. In sozialen Medien bezeichnete Kilani die Massaker als „Reaktion auf jahrzehntelange, gewaltvolle Unterdrückung“. Die Verschleppung von 251 Geiseln in den Gazastreifen nannte er „die einzige Möglichkeit zur Befreiung von Gefangenen“, die allerdings aus guten Gründen in israelischen Gefängnissen einsitzen.
In Chats schrieb Kilani: „Wir sind bereit, den antikolonialen Befreiungskampf durchzuziehen und international zu unterstützen.“ Und: „Ich denke, es wird mehr als ‚einen Mord an Israelis‘ brauchen.“ Die radikalislamische Terrororganisation Hamas pries er als „heldenhaft selbstaufopfernd letzte Linie (für) Gazas Selbstverteidigung“.
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