In Zeiten grassierender Judenfeindlichkeit, die längst auch in Teilen der Politik angekommen ist, wollen wir die schlimmsten Ausfälle sichtbar machen. Dafür verleiht NIUS jeden Freitag die „Goldene Wassermelone“ – einen Negativ-Preis für besonders auffällige Antisemiten. Die Wassermelone steht wegen ihrer Farben für die Palästina-Solidarisierung und damit auch für den Hass auf den jüdischen Staat. Diese Woche heißt unser Preisträger Michael Lüders.
Seit mehr als 30 Jahren entgeht man seinem Gesicht und seiner Stimme nicht, wenn es um den Nahen Osten und die Islamische Welt geht. Michael Lüders ist Politik- und Islamwissenschaftler, außerdem Lobbyist, der seine „Expertise“ der Wirtschaft anbietet, auf dass sie im glückseligen Orient erfolgreich werde. Der heute 66-Jährige ist ein Orientalist, wie er im Buche steht, mit viel Sympathie für die arabische Welt und dementsprechend einer beinharten Ablehnung des jüdischen Staates.
Den Zionismus und das israelische Staatsgründungsprojekt sind für ihn eine Aneinanderreihung von Verbrechen, Vertreibungen und Kriegstreiberei, ein Staat der „Apartheid“, im Kern „offen rassistisch“, schon länger wirft er ihm Völkermord vor. Genau der richtige „Experte“ also, der immer wieder zu Rate gezogen wird, wenn es gilt, den radikalen Islam schönzureden und den jüdischen Staat umso heftiger zu verdammen.
Aber nie laut und unbeherrscht, wie viele andere Antisemiten, denen der Geifer aus den Mundwinkeln tropft, sondern immer ruhig und leise im Ton, schließlich simuliert er den vertrauenswürdigen Kenner der Region. Dann erklärt er, warum der palästinensische Terror eigentlich nur legitimer Widerstand gegen das durch Israel erlittene Unrecht sei und das iranische Mullah-Regime zu Unrecht von Amerika und Israel angegriffen wird. Die Mullahs, so Lüders, würden nämlich „dämonisiert“, man werfe ihnen vor, nach der Atombombe zu greifen, um Israel zu vernichten und Terrorgruppen zu unterstützen.
Ayatollah Khameneis Iran kommt bei Lüders gut weg.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











