Antisemit der Woche: Linke-Bürgermeisterkandidat Yunus Çakar demonstriert für Irans Revolutionsgarde und nimmt am Al-Quds-Marsch teil

vor 3 Monaten

Antisemit der Woche: Linke-Bürgermeisterkandidat Yunus Çakar demonstriert für Irans Revolutionsgarde und nimmt am Al-Quds-Marsch teil
Bildquelle: NiUS

In Zeiten grassierender Judenfeindlichkeit, die längst auch in Teilen der Politik angekommen ist, wollen wir die schlimmsten Ausfälle sichtbar machen. Dafür verleiht NIUS jeden Freitag die „Goldene Wassermelone“ – einen Negativ-Preis für besonders auffällige Antisemiten. Die Wassermelone steht wegen ihrer Farben für die Palästina-Solidarisierung und damit auch für den Hass auf den jüdischen Staat. Diese Woche heißt unser Preisträger Yunus Çakar.

Und noch einmal fällt die Linke Niedersachsen mit israelbezogenem Antisemitismus auf: Jetzt wurde Yunus Çakar, der in der Vergangenheit mehrfach an radikalen Pro-Mullah-Demos teilgenommen hat, als Bürgermeisterkandidat für die im September stattfindende Kommunalwahl in Osterholz-Scharmbeck nominiert.

Der heimische Kreisverband stellt Çakar als „Osterholz-Scharmbecker durch und durch“ vor: „Neben seinem Beruf ist Yunus Çakar ein leidenschaftlicher Ehrenamtler. Als Fußballschiedsrichter weiß er, dass es in der Politik wie auf dem Platz oft um Ausgleich, Vermittlung und klare Entscheidungen geht.“ Ein Beckenbauer ist er nicht, aber nach Ansicht seiner Genossen ein „Brückenbauer“: „In Zeiten eines zunehmenden Rechtsrucks setzt er sich entschieden für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein.“

Da überrascht es doch, dass Yunus Çakar des Öfteren in eher spaltenden Zusammenhängen auffiel. So nimmt er an den jährlichen „Al-Quds“-Aufmärschen teil. Bereits seit der Gründung der Islamischen Republik Iran 1979 wird von Anhängern des iranischen Regimes am sogenannten Al-Quds-Tag für die Vernichtung des jüdischen Staates und die Staatsideologie der Mullahs demonstriert.

Al-Quds-Tag 2016 in Frankfurt: Hisbollah-Fahnen und Bilder des Hamas-Führers Ahmad Yasin.

Ayatollah Ruhollah Khomeini nannte ihn „Tag der Mobilisierung der Muslime“, und zwar gegen den jüdischen Staat: „Imam Ali ist unser Vorbild. Er zog sein Schwert gegen die Verschwörer. Es ist überliefert, dass er siebenhundert Juden an einem Tag tötete.“ Für Antisemiten ist Imam Ali ein Held, wie jeder Muslim, der Juden tötet. Nur so ist es zu erklären, dass Çakar den Anführer der islamistischen Huthi-Rebellen im Jemen, Abdul-Malik al-Huthi, als (positives) „Beispiel“ pries.Nach der Tötung des iranischen Kommandanten der Quds-Brigaden, Qasem Soleimani, trat Yunus Çakar in den Niederlanden als Redner auf einer Protestkundgebung auf. Soleimani wurde als „Held“ bezeichnet. Am ersten Jahrestag von Soleimanis Liquidierung trauerte Çakar um den Kommandanten der Revolutionsgarden und protestierte vor der US-Botschaft in Berlin.

Demo für das Mullah-Regime

Wie die taz berichtete, scheint Yunus Çakar eine wichtige Rolle bei den Al-Quds-Tagen einzunehmen: „Er liest die Auflagen vor, moderiert und heizt die Menge an.“ Bei den Demos werden Plakate der Ayatollahs Khomeini und Khamenei gezeigt, offenbar große Vorbilder der Islamisten.

Da auf den Al-Quds-Tagen die Vernichtung Israels propagiert wird, muss man Çakar als das bezeichnen, was er ist: einen Antisemiten, auch wenn er selbst die „Antisemitismus-Keule“ beklagt. Zum Krieg in Gaza soll er laut taz gesagt haben: „Das ist der erste Genozid der Geschichte der Menschheit, der sich so klar abspielt.“

Nach außen gibt sich Çakar demokratisch, interreligiös und friedensbewegt. Seit 2016 ist er Vorsitzender des Islamischen Zentrums Osterholz – ein Verein der ein gleichnamiges schiitisches Religionszentrum betreibt. Gleichzeitig hat er große Sympathien für die Todfeinde des jüdischen Staates, den er für ein Apartheid- und Kolonialisierungsprojekt hält, womit er ganz auf der Linie der Linken in Niedersachsen liegt, wie man kürzlich gesehen hat.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel