Antisemit der Woche:
Journalist Martin Gak: Israel ist kein jüdischer Staat, hat kein Existenzrecht und muss auf dem Schlachtfeld angegriffen werden

vor 8 Monaten

Antisemit der Woche:
Journalist Martin Gak: Israel ist kein jüdischer Staat, hat kein Existenzrecht und muss auf dem Schlachtfeld angegriffen werden
Bildquelle: NiUS

In Zeiten grassierender Judenfeindlichkeit, die längst auch in Teilen der Politik angekommen ist, wollen wir die schlimmsten Ausfälle sichtbar machen. Dafür verleiht NIUS jeden Freitag die „Goldene Wassermelone“ – einen Negativ-Preis für besonders auffällige Antisemiten. Die Wassermelone steht wegen ihrer Farben für die Palästina-Solidarisierung und damit auch für den Hass auf den jüdischen Staat. Diese Woche heißt unser Preisträger Martin Gak.

„Wurzelloser Kosmopolit, Mauschel, ehemaliger Korrespondent der Deutschen Welle, berichtet mit dem Hammer“ – so stellt sich der Journalist Martin Gak, geboren in Argentinien und in Berlin wohnhaft, auf der Plattform X (Twitter) vor. Apropos Hammer: In den sozialen Netzwerken finden sich kaum Statements zum Thema Israel, die so vor Hass und Aggressivität triefen wie die des ehemaligen DW-Mannes. Ein Besuch seines Accounts ist dem Abstieg in einen Gully vergleichbar, danach hat man als Leser das dringende Bedürfnis, zu duschen und sich mit Sagrotan zu besprühen.

Dass die Deutsche Welle ein Antisemitismus-Problem hat, wurde 2022 deutlich, als sich der Auslandssender von fünf Mitarbeitern der arabischen Redaktion trennte, die laut Gutachten „klassische antisemitische Bilder bis zur Holocaust-Leugnung“ benutzt hatten. DW-Reporter Yasser Abumuailek beklagte etwa, dass die Parole „Kindermörder Israel“ in Deutschland als „antisemitisch“ beurteilt werde, ein festangestellter DW-Mitarbeiter bezeichnete Israel 2014 als „Terrorstaat“ und kritisierte später, dass eine „jüdische Lobby viele deutsche Institutionen“ kontrolliere, um Israelkritik zu unterbinden.

Der 7. Oktober ist für Juden der schwärzeste Tag seit dem Holocaust, doch Gak ist amüsiert.

Das sieht Martin Gak genau so. Er verließ den Sender nach zehn Jahren freiwillig und kritisierte diesen öffentlich für eine (Obacht!) stark pro-israelische und anti-palästinensische Schlagseite. In Interviews mit Al Jazeera (Dezember 2024) und TRT World (Januar 2025) beschrieb er eine „ständige Atmosphäre des Drucks und der Paranoia“ bei DW, insbesondere bei der Berichterstattung über den Gaza-Krieg. Er warf der Redaktion vor, unter einer „Herrschaft der Angst“ zu arbeiten, bei der Beiträge über palästinensisches Leid oder israelische Kriegsführung zensiert oder verzerrt würden.

Darauf muss man erst einmal kommen. Doch wenn man Gaks Äußerungen etwa bei X nachliest, weiß man, warum: Mehrmals täglich lässt er dort antisemitisches Zeug vom Stapel, vor dem der Propagandaminister des Dritten Reiches zurückgeschreckt wäre. Für Gak, der behauptet, selbst jüdisch zu sein und sich offenbar für immun gegen den unweigerlich aufkeimenden Antisemitismusverdacht hält, ist der jüdische Staat gar keiner: „Israel ist ein krimineller Staat und hat als Völkermordstaat kein Existenzrecht. Dies ist kein jüdischer Staat.“

Was jüdisch ist, bestimmt Martin Gak.

Gaks Hass auf Israel kennt keine Limits, so roh und brutal tritt Antisemitismus selten zutage. Mehrmals täglich bewirft Gak den von allen Seiten angegriffenen Staat mit Dreck, allein im Oktober schoss er um die hundert Tweets zum Thema raus oder repostete solche, die sämtliche Vorwürfe beinhalteten, die sich im Arsenal der Hardcore-Feinde Israels befinden.

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