Am Sonntagabend (Ortszeit) kam es am berühmten Bondi Beach in Sydney zu einem Attentat auf die jüdische Veranstaltung „Chanukah by the Sea“, bei dem gezielt auf die Teilnehmer des Festes geschossen wurde. Laut Bild-Informationen gibt es inzwischen zwölf Tote, darunter auch einer der Täter. Ein weiterer Täter befindet sich demnach in kritischem Zustand. Chanukka ist ein jüdisches Lichterfest, das an die Wiedereinweihung des Zweiten Tempels in Jerusalem erinnert. Es zählt zu den bedeutendsten jüdischen Festen.
Die australischen Behörden bestätigten mittlerweile, dass es sich um einen antisemitischen Terrorangriff gehandelt hat. Police Commissioner Mal Lanyon äußerte hierzu: „Wir betrachten dies als ein terroristisches Ereignis.“ Die beiden Täter suchten demnach gezielt das Chanukka-Fest auf, um dort Juden zu töten. Die Bedrohungslage war dabei nicht überraschend: Bereits seit Monaten warnten jüdische Vertreter vor einer sich ausbreitenden antisemitischen Grundstimmung und einer konkreten Bedrohungslage für die jüdische Gemeinde – gerade bei einem solch bedeutenden jüdischen Fest.
Die Australian Jewish Association schrieb dazu auf X: „Was heute Abend passiert ist, ist eine Tragödie, aber sie war völlig vorhersehbar. Die Regierung wurde so oft gewarnt, hat aber keine angemessenen Maßnahmen zum Schutz der jüdischen Gemeinde ergriffen.“ Besonders erzürnt zeigte sich die Organisation darüber, dass in einer ersten Stellungnahme von Premierminister Anthony Albanese nicht erwähnt wurde, dass sich der Angriff gegen Juden gerichtet hat.
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