Ab Juli 2027 gelten EU-weit strenge Regeln für Bargeldzahlungen (Apollo News berichtete). Konkret wird es Unternehmen und Selbstständigen im Rahmen des Geschäftsverkehrs untersagt, Zahlungen über 10.000 Euro in bar zu begleichen. Für Kritiker ist die Einschränkung von Bargeldtransaktionenen jedoch weniger eine Sicherheitsmaßnahme als vielmehr ein Schritt hin zur Kriminalisierung von Barzahlungen – bis letztendlich zur vollständigen Abschaffung des altbewährten Zahlungsmittels.
Für private Investitionen wie den Erwerb von Immobilien oder Edelmetallen sieht die EU keine Ausnahme vor. Vielmehr ist bereits seit 2020 der anonyme Kauf von Edelmetallen über 2.000 Euro verboten, Immobilienkäufe lassen sich zudem seit 2023 nicht mehr in bar abwickeln. Der Barkauf eines Autos, dessen Wert 10.000 Euro übersteigt, bleibt jedoch auch im kommenden Jahr rechtlich erlaubt.
Darüber hinaus sollen gewerbliche Bargeldzahlungen ab 2027 deutlich strenger kontrolliert werden. Bereits bei Transaktionen ab 3.000 Euro greifen umfassende Regelungen. Identifikations- und Dokumentationspflichten verpflichten Unternehmen, Händler und Selbstständige dazu, Käufer eindeutig zu identifizieren, etwa durch die Vorlage eines Ausweisdokuments wie Personalausweis oder Reisepass.
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