In der Zwangspause des Wochenendes können sie sich die Börsen mit der neuen Lage vertraut machen, sich über den Umfang der amerikanischen und israelischen Aktionen informieren und deren Folgen abwägen. Gleichwohl kann es natürlich bei einer weiteren Eskalation auch am Montag und den nachfolgenden Tagen zu Panikreaktionen kommen. Für Gold wird für Montag eine deutliche Preissteigerung erwartet. Am Freitag notierte das gelbe Metall gar nicht weit von seinem historischen Höchststand bei 5.278 Dollar (4.470 Euro).
Die Angst der Anleger wegen der möglichen – und mittlerweile eingetretenen – Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran hatte viele von ihnen vor dem Wochenende abgeschreckt, neue Engagements einzugehen, und so hatte sich die US-Aktienmärkte am Freitag mit Verlusten verabschiedet. Negative Impulse hatten zudem die heimischen Erzeugerpreise geliefert, die deutlicher stärker als erwartet zugelegt hatten und der Fed damit Argumente gegen weitere Zinssenkungen an die Hand geben. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von gut ein Prozent bei 48.978 Punkten. Daraus resultierte für den Leitindex ein Wochenverlust von rund 1,3 Prozent. Die Monatsbilanz ist mit einem Plus von 0,2 Prozent positiv. Der marktbreite S&P 500 büßte gut 0,4 Prozent auf 6.879 Zähler ein. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,3 Prozent auf 24.960 Punkte abwärts. Er hatte am Donnerstag deutlich unter den negativ aufgenommenen Geschäftszahlen des KI-Chip-Riesen Nvidia gelitten. Für die Woche und den Monat Februar ergeben sich damit für den technologielastigen Index Abschläge von 0,2 beziehungsweise 2,3 Prozent.
Auch Finanzwerte standen deutlich unter Druck. So verbuchten die Papiere von American Express, Goldman Sachs und JPMorgan Kursrückgänge zwischen 1,9 und 7,9 Prozent und gehörten damit zu den schwächsten Dow-Werten. Ansonsten stand vor dem Wochenende das wahrscheinliche Ende des Bieterkampfs um Warner Brothers im Fokus. Die Aktien des Medienkonzerns verloren 2,2 Prozent, nachdem der Streamingriese Netflix mitgeteilt hatte, seine Offerte nicht zu erhöhen, da das Geschäft dann finanziell nicht mehr attraktiv wäre. Damit ist der Weg für den Warner-Rivalen Paramount frei, dessen neuem, aufgebesserten Angebot der Warner-Verwaltungsrat zuvor den Vorzug gegeben hatte.
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