Bei den Antifa-Demonstrationen in Leipzig sind nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig am Samstag rund 30 Anzeigen eingeleitet worden, unter anderem „wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Beleidigungen, Volksverhetzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“. Zwei Personen wurden demnach vorläufig festgenommen.
Hintergrund der Demonstrationen sind innerlinke Streitigkeiten über den Nahostkonflikt. Mehrere propalästinensische Gruppen, unter anderem „Migrantifa Leipzig“, hatten zur Demonstration gegen sogenannte „Antideutsche“ im Leipziger Stadtteil Connewitz aufgerufen, der als Hochburg der antideutschen Szene gilt. Bei den „Antideutschen“ handelt es sich um proisraelische und prowestliche Linke. Ihnen wird von Seiten der propalästinensischen Gruppen Rassismus und die Marginalisierung „migrantischer Perspektiven“ vorgeworfen (mehr über den ideologischen Hintergrund des Konflikts erfahren Sie hier).
Im Zuge der angekündigten Demonstration wurde von den „Antideutschen“ zu verschiedenen Gegenprotesten mobilisiert. Laut Polizei Leipzig beteiligten sich lediglich rund 1.400 Personen am Aufzug der propalästinensischen Gruppen und etwa 1.600 Personen an den proisraelischen Gegendemonstrationen. Mehr als 1.400 Polizisten kamen zum Einsatz, um die rivalisierenden Gruppen zu trennen. Die Polizei spricht in einer ersten Pressemitteilung trotz der geschilderten Vorfälle von einem „weitestgehend störungsfreien“ Versammlungsverlauf.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











