Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil hat in seiner Rede vor dem ordentlichen Gewerkschaftskongress der IGBCE am Mittwoch Bundeskanzler Friedrich Merz scharf für dessen „Stadtbild“-Äußerung kritisiert. So sagte der Sozialdemokrat: „Ich sage euch (…) ich möchte in einem Land leben, in dem nicht das Aussehen darüber entscheidet, ob man ins Stadtbild passt oder nicht.“
Für diese Aussage erhielt der SPD-Vorsitzende kräftigen Applaus von den Gewerkschaftern. Außerdem meinte Klingbeil: „Wir müssen als Politik auch höllisch aufpassen, welche Diskussionen wir anstoßen, wenn wir auf einmal wieder in ein ,Wir‘ und ,Die‘ unterteilen“.
Damit spielt Klingbeil eindeutig auf Merz’ Äußerung von vergangener Woche an, als der Christdemokrat die Zahl der Abschiebungen – insbesondere die steigende Zahl dieser unter der neuen Regierung – mit dem „Stadtbild“ in Verbindung gebracht hatte. Daraufhin warfen ihm zahlreiche Politiker der Grünen und der SPD „Rassismus“ oder „Fremdenfeindlichkeit“ vor.
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