Ein Artikel des Spiegel über den Zusammenhang zwischen Intelligenz und politischen Einstellungen ist vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung zur „Unstatistik des Monats“ gekürt worden. Die Forscher werfen dem Magazin eine zugespitzte und irreführende Darstellung wissenschaftlicher Ergebnisse vor.
Ausgangspunkt ist ein zwei Wochen alter Spiegel-Beitrag über eine im Fachjournal Intelligence veröffentlichte Studie eines Forscherteams um den Psychologen Maximilian Krolo. Deren zentrales Ergebnis fasst der Spiegel mit der Aussage zusammen, dass „hochbegabte Männer (…) weniger konservative politische Ansichten als durchschnittlich begabte Männer“ haben.
Nach Einschätzung des RWI ist diese Schlussfolgerung jedoch irreführend. In einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung heißt es, diese „zugespitzte Botschaft hält einer genaueren Betrachtung jedoch nur eingeschränkt stand“. Zwar gebe es tatsächlich Unterschiede bei den selbst berichteten Einstellungen zu konservativen Werten – allerdings ausschließlich bei Männern und zudem in sehr geringem Ausmaß. So lagen die Durchschnittswerte aller untersuchten Gruppen auf den ideologischen Skalen lediglich zwischen 2,45 und 2,93 auf einer Fünfer-Skala.
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