Ampel-Gesetz könnte Scholz vor Cum-Ex-Konsequenzen retten

vor etwa 1 Jahr

Ampel-Gesetz könnte Scholz vor Cum-Ex-Konsequenzen retten
Bildquelle: Apollo News

Während der Ampel-Regierung wurde ein Gesetz zum Bürokratieabbau verabschiedet, das eine kürzere Aufbewahrungsfrist für Steuer- und Buchungsbelege vorsieht. Konkret könnte das bedeuten, dass im Finanzskandal um Cum-Cum und Cum-Ex Geschäfte weitere Ermittlungen verhindert werden könnten, weil die jeweiligen Finanzinstitute die Belege legal löschen dürfen. Schätzungen zufolge könnte der Schaden durch Cum-Cum und Cum-Ex Geschäfte in Deutschland bei etwa 30 Milliarden Euro liegen.

Die neue Regierung kündigte an, gegen Finanzkriminalität vorgehen zu wollen. Im Fall Cum-Ex bedarf es dazu konkreter Handlungen. SPD und Union zögern jetzt jedoch bei einer Gesetzesänderung, die eine Aufarbeitung für die Jahre nach 2016 möglich macht. Die Ampel brachte das vierte Bürokratieentlastungsgesetz auf den Weg, das die Frist zur Löschung von Buchungsbelegen auf acht Jahre absenkt. Um eine Aufarbeitung der Geschäfte möglich zu machen, wurde die Frist ursprünglich um ein Jahr ausgesetzt. Diese müsste deshalb erneut ausgesetzt werden, sonst könnten die Daten ab Januar 2026 vernichtet werden. Während Grüne, AfD und Linke für eine solche Gesetzesänderung sind, zögert die Koalition. Union und SPD sehen in der Fristverkürzung keine Probleme, die die Aufklärung der Geschäfte beeinflussen würden.

Anne Brorhilker, ehemalige Staatsanwältin im Fall um den Milliardenbetrug, warnt im Hauptstadtstudio aber: „uns rennt tatsächlich die Zeit davon”. Die Ermittlungen stünden noch ganz am Anfang, wenn die Unterlagen vernichtet werden dürfen, sehe man das Geld wahrscheinlich nie wieder, fügt sie an.

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