Die Amadeu-Antonio-Stiftung hat die „Rettung“ des gestrandeten Buckelwals „Timmy“, auch als „Hope“ bekannt, in einem Instagram-Post als Teil eines „rechtsextremen Kulturkampfs“ bezeichnet. In mehreren Kacheln beschreibt die Stiftung den Fall als Beispiel dafür, wie ein durch Medienberichte emotionalisierter Fall von einem „verschwörungsideologischen, rechtsextremen Spektrum“ politisch vereinnahmt worden sei. Aus einem gestrandeten Wal sei eine „deutschlandweite Projektionsfläche“ geworden.
Forderungen nach der „Rettung“ von Timmy hätten sich demnach schnell „mit klassischer rechtsextremer Rhetorik“ verbunden. „AfD-Politiker*innen und rechtsextreme Medien“ hätten im staatlichen Umgang mit dem Wal ein „grundsätzliches Versagen demokratischer Politik“ gesehen. Was als Tierschutz begonnen habe, sei in „Skepsis gegenüber Wissenschaft und demokratischen Institutionen“ umgeschlagen. Die Stiftung sieht daher Timmy als „antidemokratisches Mobilisierungsmoment“.
Besonders scharf kritisiert die Stiftung die Dynamik in sozialen Netzwerken. Die „Wal-Aktivistinnen“ erinnerten in ihrer Zusammensetzung an „Wutbürgerinnen-Gruppierungen vergangener Jahre“, etwa an „Querdenker*innen“ oder die Bauernproteste gegen die Ampel-Regierung. Meeresbiologen, staatliche Akteure und Tierärzte seien vom „Internet-Mob beleidigt“ und mit „(Mord-)Drohungen überschüttet“ worden. Auch Greenpeace und die Sängerin Sarah Connor seien ins „Fadenkreuz des Hasses“ geraten.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











