Nach der Northvolt-Pleite, die den Steuerzahler rund eine Milliarde Euro Steuergeld kosten könnte, fordert der Steuerzahlerbund nun, dass verantwortliche Politiker mehr für ihr politisches Handeln haften sollen.
2023 hatte Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck die Zusage für einen Staatskredit über 600 Millionen Euro an den schwedischen Batteriezellen-Hersteller Northvolt gegeben. Von dem Geld sollte Northvolt ein Werk in Heide (Schleswig-Holstein) für Lithium-Ionen-Akkumulatoren errichten. Für den schwedischen Standort in Ett sicherte Deutschland etwa 443 Millionen Euro zu. Knapp ein Jahr nach dem Baustart in Heide ist das schwedische Unternehmen nun pleite. Durch die Insolvenz des Unternehmens könnte ein Schaden von über einer Milliarde Euro entstehen, sollte das Werk in Heide nicht fertiggestellt werden. Rund 330 der 600 Millionen Euro sind schon verbaut worden, der Bau des Werks geht zurzeit weiter, nach neuen Investoren wird gesucht.
Wegen des krachenden Scheiterns “Deutschlands nachhaltigster Batteriezellfabrik” fordert der Bund der Steuerzahler nun, dass Politiker bei fahrlässigen Fehlentscheidungen in Haftung genommen werden können. Im Interview mit der Bild fordert Verbandschef Reiner Holznagel: „Wenn Minister durch Fehlentscheidungen Milliardenverluste verursachen, darf das nicht folgenlos bleiben.” „Die Regelungslücke im Ministergesetz gehört dringend geschlossen“, fügte er hinzu.
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