Alt, weiß, radikal und keine Lust auf Trans-Ideologie: Alice Schwarzer macht Feminismus noch für Frauen

vor 4 Monaten

Alt, weiß, radikal und keine Lust auf Trans-Ideologie: Alice Schwarzer macht Feminismus noch für Frauen
Bildquelle: NiUS

Es herrscht wahnsinnig viel Zorn im Babylon-Kino in Berlin-Mitte, bevor Alice Schwarzer am Dienstagabend die Bühne betritt. Hunderte Frauen (und ein paar vereinzelte Männer) sind gekommen, um die große Ikone des Feminismus zu erleben.

Gut gelaunt und ebenso gut vorbereitet: Alice Schwarzer mit ihrem neuen Buch „Feminismus pur. 99 Worte“

In der Lobby verkaufen grünhaarige Menschen veganes Popcorn, einzelne Aktivistinnen verteilen Flyer mit Sorgerechtsspam-Pamphleten. 16 Euro hat das Ticket gekostet, für 22 Euro kann man Alice Schwarzers neues Buch „Feminismus pur. 99 Worte“ kaufen und anschließend signieren lassen.

Das Publikum: Die meisten deutlich über 50, die erste Generation Feministinnen, gutmütige Wegbegleiterinnen von Alice Schwarzer mit grauen Haaren und geradem Rücken. Dann sind da viele Junge, die in Gruppen kommen. Ihre Kleidung simuliert sexuelle Egalheit. Aber sie sind mutig, neugierig und sichtlich fasziniert, so, als könnten sie kaum glauben, dass das möglich ist, dass da eine Frau wirklich einen Dreck auf die Meinung anderer Leute gibt. Zero Fucks, wie Gen Irgendwas sagen würde. Und mittendrin die vierzigjährigen Nach-Feierabend-Gehetzten, zerrieben zwischen altem und neuem Feminismus. Sie wollten in Alice Schwarzers Fußstapfen treten und wurden dann zermalmt von Kindererziehung, Elternpflege und Teilzeitjob. Sie sind die Bittersten an diesem Abend und so vorwurfsvoll, als sei Alice Schwarzer daran schuld. Ist sie aber nicht. Und nicht frisiert zu sein, ist eben noch kein Feminismus.

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