In einem Interview mit dem Spiegel rechnete die bekannte Feministin Alice Schwarzer mit der Politik und vor allem mit den Politikerinnen des Landes ab. In einer schnellen Fragerunde befragte Moderator Markus Feldenkirchen die Herausgeberin des Emma-Magazins zu diversen Persönlichkeiten der deutschen Politik- und Medienlandschaft.
Als Feldenkirchen ein Foto von AfD-Co-Chefin Alice Weidel herausholte, stockte die sonst sehr lautstarke Feministin für einen Moment. „Wenn Alice Weidel nach Angela Merkel die nächste Bundeskanzlerin würde, wie gut wäre das für die Sache der Frauen?“, wollte der Moderator von ihr wissen.
„Das ist schwierig“, entgegnete sie zunächst. Die Frage würde viel unterstellen, etwa, ob Weidel denn Kanzlerin werden würde, sagte Schwarzer. „Trotz alledem“, führte die Publizistin nach kurzem Zögern aus, hätte eine Kanzlerschaft Weidels „vermutlich auch den Effekt, ermutigend für Frauen zu sein“.
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