Aktuell lohnt es sich, den Blick auf die positiven Seiten der viel gescholtenen sozialen Medien zu lenken: auf die feinen Sensoren für Veränderungen in sensiblen Bereichen. Nicht jede Alarmmeldung ist eine Ente. Und unter den Enten verstecken sich immer auch die echten Dramen, man muss nur den passenden Filter haben.
So bemerkt etwa ein X-User, dass wieder Corona-Tester gesucht werden (verkürzt): „Plötzlich schießen wieder dutzende Stellenanzeigen für ‚Corona-Tester‘ aus dem Boden. Zufall? Wohl kaum. Wollen sie diesen Fake-Bullshit tatsächlich noch einmal durchziehen oder hoffen sie einfach, dass die Leute vergessen haben, wie das Spiel läuft? Letztes Jahr war davon kaum noch die Rede, jetzt flammt es wieder auf. Ein gut bezahlter Job fürs Stäbchen-Schieben, während die wirkliche Aufarbeitung der Plandemie bis heute fehlt. Frage bleibt: Bereitet man hier schon die nächste Test-Orgie vor?“
Dieser und weitere Nutzer berufen sich dabei auch auf eine Meldung der Biologin Dr. Sabine Stebel via Substack. Dr. Stebel listet dort unter „DrBines Newsletter“ gleich eine ganze Batterie von Stellenangeboten auf, die sie über die Google-Jobsuche ermittelt haben will. Eine X-Userin greift das ebenfalls alarmiert auf und findet beim Stellenportal Stepstone gleich 6592 Stellenangebote dazu. Sie schreibt: „Fast 6.600 Stellen als Coronatester sind zu besetzen. Und ja, das ist aktuell…“
Was hier allerdings übersehen wurde, ist die noch wenig präzise Suchfeldeingabe „Corona Test Jobs“. Hier werden dann offenbar auch jene Jobs ausgewählt, für die man einen Corona-Test benötigt. Das ist skurril genug, aber noch lange kein Job-Angebotsschwall in einem Corona-Test-Center. Hier hätte ein kurzer Blick in die aufgelisteten Jobs ausgereicht, den Fehler zu erkennen. Aber schnell wurde die Meldung aufgenommen und weiterverbreitet.
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