Alarmierende Entwicklung: Junge Menschen bekommen immer häufiger Krebs

vor 7 Monaten

Alarmierende Entwicklung: Junge Menschen bekommen immer häufiger Krebs
Bildquelle: NiUS

Es ist eine Entwicklung, die Anlass zur Sorge gibt: Krebserkrankungen treten immer häufiger bereits bei jungen Erwachsenen auf. Fachleute warnen vor einem langfristigen Trend. Besonders stark betroffen ist die Generation der Millennials – Menschen, die in den Jahren zwischen 1981 und 1995 geboren wurden.

Nach Einschätzung der Immunologin Lydia Begoña Horndler Gil, Dozentin für Immunologie und Krebsbiologie an der Universidad San Jorge in Spanien, markiert diese Generation einen Wendepunkt. Erstmals liege das Risiko, an Krebs zu erkranken, bei Jüngeren höher als bei der Elterngeneration, schreibt die Expertin in einem Fachaufsatz.

Internationale Studien belegen diese Entwicklung. Demnach nahm die Zahl der Krebserkrankungen bei Menschen unter 50 Jahren zwischen 1990 und 2019 weltweit um fast 80 Prozent zu. Auch die Sterblichkeit in dieser Altersgruppe stieg deutlich – um rund 28 Prozent.

Lydia Begoña Horndler Gil ist Dozentin für Immunologie und Krebsbiologie an der Universidad San Jorge in Spanien.

Besonders auffällig sind die Zahlen aus den USA und Europa: Dort erkranken Millennials bei 17 von 34 untersuchten Krebsarten deutlich häufiger als die Babyboomer, in einigen Fällen liegt das Erkrankungsrisiko zwei- bis dreimal höher. Den stärksten Anstieg verzeichnen Darmkrebserkrankungen mit einem Plus von 167 Prozent, gefolgt von Schilddrüsenkrebs mit 75 Prozent. Auch Brustkrebs tritt bei jüngeren Erwachsenen je nach Region um bis zu 50 Prozent häufiger auf als noch vor wenigen Jahrzehnten.

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