Die Hinweise, dass Taleb Al Abdulmohsen als Arzt keine fachliche Qualifikation besaß, mehren sich. Seine Kollegen bezeichneten ihn aufgrund von mangelndem Fachwissen als „Dr. Google“. Ein Bericht der Welt offenbart nun auch die fragwürdigen Arbeitsmethoden des 50-jährigen Saudis. So soll er bei Augenschmerzen seinen Patienten Voltaren verschrieben haben, berichtet ein Reporter bei Welt TV.
Allein dass Al Abdulmohsen bis kurz vor dem Attentat als Facharzt für Psychiatrie arbeiten durfte, offenbart die Versäumnisse zu seiner Person. Erst ab Oktober sei der Attentäter krankheits- und urlaubsbedingt nicht mehr im Dienst erschienen. Nach Informationen der Welt befand sich der Mann selbst in psychiatrischer Behandlung. „Eine psychische Disposition besteht, wegen dieser hatte er sich zurückliegend auch einweisen lassen“, hieß es in einer internen Telefonschaltkonferenz des Bundeskriminalamts (BKA) mit den Landeskriminalämtern.
Die Mitteldeutsche Zeitung sprach mit mehreren Kollegen des Magdeburger Attentäters über den Arzt, der drei Therapiestationen leitete. Dabei äußerten seine ehemaligen Kollegen erhebliche Zweifel an seiner Eignung als Mediziner.
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