Die Bundesregierung hat unter Führung der Antidiskriminierungsbeauftragten Ferda Ataman einen neuen Altersbericht veröffentlicht. Dabei wird auch auf Formulierungen hingewiesen, die nach Ansicht der Bundesregierung altersdiskriminierend seien. Hierunter würden etwa Redewendungen wie „süße Omi“ oder „für dein Alter siehst du gut aus“ fallen.
Die Formulierung „süße Omi“ sei dabei „verniedlichendes Sprechen“ (secondary baby talk). Entsprechend wird dies von der Bundesregierung als „benevolenter Ageismus“ – gut gemeinte Altersdiskriminierung – eingestuft. Auch vermeintliche Komplimente, etwa über das gute Aussehen von Senioren, fallen laut der Kommission in diese Kategorie. Gegenüber der Bild hat Ataman bezüglich der Erwägungen der Bundesregierung noch weiter Stellung genommen.
Sie erklärt: „Auch wenn solche Bezeichnungen im rechtlichen Sinne keine Diskriminierung darstellen, können Menschen sie im Einzelfall als despektierlich empfinden.“ Das Familienministerium erklärt auf Anfrage weiter: „Ein wirksames Vorgehen gegen Ageismus erfordert eine grundlegende gesellschaftliche Sensibilisierung zum Thema.“ Der Bericht der Bundesregierung erklärt, dass Ältere generell häufig als „gutmütig, freundlich, aber inkompetent“ angesehen und behandelt werden würden.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











