Trotz sicherheitsrelevanter Vorbehalte der Bundespolizei hat das Auswärtige Amt Dutzenden Afghanen die Einreise nach Deutschland erlaubt. Das geht aus internen Unterlagen hervor, die Welt am Sonntag vorliegen. Demnach empfahl die Bundespolizei, 59 Personen von fünf Charterflügen aus Islamabad im Jahr 2025 auszuschließen – dennoch durften 34 von ihnen einreisen.
In jenen Fällen hatte die Bundespolizei die deutsche Botschaft in Islamabad über „unzureichende Dokumentenlagen oder sonstige sicherheitsrelevante Erkenntnisse“ informiert. Ziel war laut Bundespolizeipräsidium, die betreffenden Personen und ihre Papiere erneut zu überprüfen. Das letzte Wort hatte jedoch das Auswärtige Amt – und entschied in zahlreichen Fällen gegen den Rat der Sicherheitsbehörden.
Auch im Vorjahr kam es wiederholt zu solchen Fällen: Bei 18 Charterflügen im Jahr 2024 wandte sich die Bundespolizei in insgesamt 90 Fällen an die Botschaft. Nur in der Hälfte der Fälle wurde die Beförderung verweigert.
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