Die Klägerin war nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios vor der Machtübernahme der Taliban im August 2021 für die afghanische Regierung tätig. Neben ihrer politischen Arbeit gilt sie als Schriftstellerin und Wissenschaftlerin, mit mehrmaligen Forschungsaufenthalten in Deutschland. Bereits vor längerer Zeit wurde ihr und 13 Familienmitgliedern, darunter mehreren kleinen Kindern, eine Aufnahmezusage durch die Bundesregierung erteilt.
Die Familie lebt seither in prekärer Lage in Islamabad. Nach einem erfolgreichen Sicherheitsinterview im Oktober 2023 hieß es im März 2024, die Visa seien ausgestellt. Doch statt der Einreise folgte eine erneute Befragung, ein geplanter Abflug verstrich ungenutzt. In der Klage heißt es, man habe mehrfach und vergeblich versucht, die Aufenthaltstitel in Pakistan zu verlängern. Mittlerweile drohe der Familie die Abschiebung, weil die Visa abgelaufen seien und keine weitere Verlängerung möglich sei – trotz bezahlter Gebühren.
Zusätzlich wächst die Sorge, dass das Botschaftspersonal der Bundesrepublik Deutschland in Islamabad wegen des angespannten Verhältnisses zwischen Indien und Pakistan reduziert werden könnte – was die Lage weiter erschweren würde.
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