Die weit links stehende Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) hat ein Szenario für ein Sachsen-Anhalt unter Regierungsverantwortung der AfD entworfen. Es prognostiziert, was passieren würde, wenn die Partei unter einem Ministerpräsidenten Ulrich Siegmund ihr politisches Programm umsetzen würde. Entlang eines Zeitstrahls stellt sie dar, wie Sachsen-Anhalt schrittweise umgepolt würde. Doch die Prognose besteht längst nicht nur aus den von der AfD selbst angekündigten Maßnahmen, sondern auch aus fiktiven, rein spekulativen Horrorszenarien.
Dabei fällt auf: Die angekündigten Handlungsschritte der AfD bewegen sich im Großen und Ganzen im demokratischen Bereich. Vieles davon erinnert an Mechanismen, die linke Regierungspolitik längst etabliert hat – nur unter gegenteiligem Vorzeichen. Ihr Verdikt, dass die Zukunft Sachsen-Anhalts „rechtsextrem“ ausfallen würde, unterlegt die Links-NGO vielfach mit Erwartungen und Eskalationsszenarien, die sie schlicht in den Raum stellt.
Zu den konkreten politischen Maßnahmen zählt etwa die Einführung neuer Unterrichtsfächer. So heißt es: „Lehrpläne werden überarbeitet, Familienkunde und Russisch als Sprache eines politischen Partners der AfD werden als Schulfach (wieder) eingeführt.“ Auch „Heimatkunde und Heilpflanzenpädagogik“ sollen eingeführt werden. „Gedenkstättenfahrten und kritische Bildungsangebote“ würden hingegen „zugunsten eines ‚bejahenden‘ Umgangs mit der deutschen Geschichte gestrichen“.
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