Der AfD-Bundestagsabgeordnete und verteidigungspolitische Sprecher der Fraktion, Rüdiger Lucassen, hat eine Einladung zur Münchner Sicherheitskonferenz 2026 erhalten. Das bestätigte ein Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion mehreren Medien; zuerst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Lucassen will teilnehmen. Auch der AfD-Abgeordnete Heinrich Koch soll eingeladen worden sein.
Zwei Jahre lang waren AfD-Politiker von der Sicherheitskonferenz ausgeschlossen. Der damalige Leiter Christoph Heusgen hatte eine bewusste Abgrenzung zur Partei verfolgt. Mit dem Führungswechsel beendet die Konferenz diese Linie nun. Nach Angaben der dpa wurden bereits vor Weihnachten Einladungen an Vertreter aller im Bundestag vertretenen Parteien verschickt. Die Entscheidung traf der neue Konferenzchef Wolfgang Ischinger gemeinsam mit dem Stiftungsrat. Der Einladungsprozess ist weiterhin im Gange.
Ischinger verteidigte die Einladungen in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die Konferenz verstehe sich als Plattform für sicherheits- und außenpolitischen Austausch über ein breites politisches Spektrum. „Das ist geradezu die DNA der Sicherheitskonferenz“, sagte er. AfD-Politiker sollten jedoch keine zentrale Bühne erhalten, sondern „aus den relevanten Ausschüssen nur zur Teilnahme“ eingeladen werden. „Damit kehren wir zu der Praxis und Logik zurück, die bis 2024 gegolten hat.“ Es gehe nicht darum, politische Brandmauern infrage zu stellen: „Durch Einladungen an AfD-Politiker reißen wir keine Brandmauern ein, wie mancher behauptet.“
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