Ein Mitglied der AfD hat nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken gestanden, sein eigenes Fahrzeug in Brand gesetzt und den Anschlag linksradikalen Gruppen angelastet zu haben. Der Mann hatte demnach auch einen angeblichen Drohbrief der Antifa gefälscht sowie eine vermeintlich gegen ihn gerichtete Graffitischmiererei selbst angebracht.
Zunächst hatte der Staatsschutz nach dem Brandanschlag wegen einer mutmaßlich politisch motivierten Straftat ermittelt. Die Spur verlief jedoch ins Leere. Schließlich fanden Ermittler bei der Analyse des angeblichen Drohbriefs auffällige Übereinstimmungen mit der Handschrift des Mannes. Auf diese Auffälligkeit angesprochen, gestand der AfD-Mann seine Tat.
In der AfD selbst hatte man nach dem Vorfall Anfang Februar noch von einem „feigen Anschlag“ auf die Partei gesprochen. Davon ist nun keine Rede mehr. Das Mitglied habe Parteimitglieder getäuscht sowie „einen Ansehensverlust und Schaden für die Partei verursacht“, hieß es nun seitens der Partei. Der AfD-Bezirksvorstand Mittelfranken hat den Ausschluss des Mitglieds beschlossen und einen entsprechenden Antrag an das Landesschiedsgericht der Partei gestellt, das endgültig entscheiden muss.
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