AfD-Mitarbeiter zu krank für den Staatsdienst – fit genug für Parteiarbeit

vor etwa 2 Monaten

AfD-Mitarbeiter zu krank für den Staatsdienst – fit genug für Parteiarbeit
Bildquelle: Apollo News

Vor wenigen Wochen sorgte der Fall der SPD-Bezirksbürgermeisterkandidatin Uta Francisco dos Santos für Aufsehen: In ihrem Beamtenjob war sie über Monate krankgeschrieben, dennoch kandidierte sie für den Posten der Bezirksbürgermeisterin – auch im Saarland gibt es nun einen ähnlichen Fall, jedoch bei der AfD.

Der Sohn von Josef Dörr, dem AfD-Fraktionschef im dortigen Landtag, Michel Dörr, ist trotz eines langen öffentlichen Streits mit seinem Vater mittlerweile in der Fraktion beschäftigt. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Nebentätigkeit, der er bis heute nachgeht – in seinem Hauptberuf war er unterdessen rund ein Jahr zu krank, um zu arbeiten. Dabei handelt es sich jedoch um seine Stelle als verbeamteter Lehrer an einer saarländischen Gemeinschaftsschule. Das berichtet die Saarbrücker Zeitung.

Durch den Beamtenstatus erhielt er trotz des Krankheitsfalls weiterhin die vollen Bezüge. Für seine Nebentätigkeit als AfD-Fraktionsmitarbeiter. Zusätzlich brisant ist, dass Michel Dörr die Nebentätigkeit in der Verwaltung des Bildungsministeriums des Landes gar nicht angegeben hatte. Wie der Spiegel berichtet, war lange Zeit nichts von Dörrs Fraktionsjob bekannt – erst als die AfD-Fraktion im Februar eine spezielle elektronische Zugangskarte für ihn anforderte. Dafür musste auch sein Name angegeben werden, wodurch die Tätigkeit bekannt wurde.

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