Bildungsministerin Karin Prien erklärte in der vergangenen Woche, auswandern zu wollen, wenn die AfD die Regierung übernehmen würde. Im Interview mit dem Handelsblatt legt sie nun nach. „Wenn die AfD Deutschland regieren würde, hätten wir eine vollkommene Umkehr der politischen Verhältnisse“, so Prien. „Das sind Rechtsextremisten, die sich zudem zunehmend radikalisieren“, wirft sie den Mitgliedern der Partei vor.
Weiter erklärt sie: „Ein AfD-Kanzler wäre für alle Minderheiten ein lebensverändernder Moment.“ Sie wolle es aber erst gar nicht so weit kommen lassen. Sie werde „alles tun, um zu verhindern, dass das jemals eintritt. Ich bin bereit, für unsere freiheitliche Demokratie zu kämpfen“, so die Bildungsministerin. Immerhin bekennt Prien, dass Deutschland „in hohem Maße reformbedürftig“ sei. Entscheidend sei es auch, junge Menschen wieder zu erreichen und ihnen glaubwürdige Aufstiegsversprechen zu machen. Dies schaffe „Resilienz gegen Extremismus“, so Prien.
Zudem will die Bildungsministerin mehr Frauen in Arbeit bringen. Die Kinderbetreuung funktioniere in Deutschland nur unzureichend, so Prien. Doch auch gesellschaftlich müsse ein Wandel eintreten. So würden „Männer bei uns immer noch zu wenig Familienarbeit übernehmen“, erklärt Prien. Als stellvertretende Parteivorsitzende der CDU nimmt sie dies auch in ihrer eigenen Partei wahr. „Es ist wichtig, dass nicht nur hauptsächlich Männer am Tisch sitzen“, so die Bildungsministerin.
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