„Neue Besen kehren gut, aber die alten kennen die Ecken!“ Wenn es dieses Sprichwort nicht schon geben würde, müsste es erfunden werden für die doppelt so groß angewachsene neue AfD-Bundestagsfraktion im 21. Deutschen Bundestag. Die AfD präsentiert sich als eine schlagfertige Opposition gegen die schwarz-rote Schuldenkoalition (SchuKo).
Unter den 152 AfD-Abgeordneten sind 92 Neuzugänge. Sie machen fast Zweidrittel der AfD-Abgeordneten aus. Der Deutschland-Kurier stellt quer durch die Generationen die aus unserer Sicht 15 interessantesten Gesichter der AfD-Fraktion im 21. Deutschen Bundestag vor – bekannte wie neue, alte wie junge!
► MAXIMILIAN KRAH (48): Der Dresdner ist von der ersten Stunde an Stamm-Kolumnist des Deutschland-Kuriers („Hier kräht der Krah“). Aus Sicht des AfD-Establishments um Alice Weidel ist der Vater von acht Kindern und praktizierende Katholik so etwas wie das „Enfant terrible“ der Partei.
Nach seiner Spitzenkandidatur bei der Europawahl 2024 wurde Krah zunächst geächtet – wegen, wie sich zeigen sollte, völlig haltloser Diffamierungen im Zuge einer beispiellosen Verleumdungskampagne des politisch-medialen Komplexes („Russland-Connection“; „China-Man“).
Alice Weidel suspendierte Krah in vorauseilendem Mainstream-Gehorsam vom Europa-Wahlkampf. Inzwischen haben beide ihren Frieden gemacht, heißt es aus Fraktionskreisen.
Jedenfalls: Nach fünf Jahren als EU-Abgeordneter wechselte der Dresdner von Brüssel zurück in die Bundespolitik und schaffte ein furioses Comeback: Bei seiner Bundestagskandidatur holte der bekennende Rechte („Rechts ist geil“) mit 44,2 Prozent die meisten Erststimmen im Wahlkreis Chemnitzer Umland – Erzgebirgskreis II.
Krah ist ein Pfund, mit dem die neue AfD-Bundestagsfraktion wuchern kann: Keiner in der neuen Bundestagsfraktion beherrscht die TikTok-Klaviatur so perfekt wie der 48-Jährige. Kaum einer ist so redegewandt und wortgewaltig wie der promovierte Jurist und Herzblut-Sachse aus Dresden (spricht mehrere Sprachen fließend). AfD-Bedenkenträger im Westen der Republik beruhigt Krah: „Fürchtet Euch nicht!“
► MATTHIAS HELFERICH (36): Der national-konservative Rechtsanwalt aus Dortmund gilt in der AfD als „Höcke des Westens“. Den Usern des Deutschland-Kuriers ist der konsequente Remigrations-Befürworter bestens bekannt mit seiner erfolgreichen Video-Kolumne „Dein Freund und Helferich“.
Ein untrügliches Zeichen dafür, dass der zuletzt fraktionslose und jetzt neu in die Fraktion aufgenommene AfD-Politiker die richtigen Themen setzt, ist das Gezeter der Mainstream-Medien: „Die Rechtsextremen im Bundestag haben sich konstituiert – sogar Ultraradikale wie Matthias Helferich und Maximilian Krah sind nun dabei“, geiferte etwa die „taz“, das Leib- und Magenblatt aller Linksextremisten.
Die überwiegend linksgrünen, sogenannten Kulturschaffenden in Deutschland zittern bereits. Helferich kündigte an: „Ich möchte als Mitglied des Kulturausschusses mit rechter Kulturpolitik dem linken Kulturkampf entgegenwirken. Rechte Kultur ist für mich DAS Volkstheater, DAS ist schöne Architektur, die anspricht, die nicht verhässlicht. Es ist letztlich ein positiver Bezug zu Nation und Volk!“
Es gibt nicht viele „Sternstunden“ im Deutschen Bundestag, am 10. Oktober 2024 war eine solche: Helferichs Rede zur Anspruchsmentalität von zugewanderten Migranten vor einem fast leeren Plenum ging in den Sozialen Medien viral! Der Jurist trug nicht wie sonst einen tadellos sitzenden Anzug, sondern verkleidete sich als Talahon. Das ist die Eigenbezeichnung von männlichen Jung-Migranten. Ihr Erkennungszeichen: Gefälschte Markenkappen, breite Jogginghosen, Goldkette, Bauchtasche, Sneaker und nicht selten gefälschte deutsche Pässe.
► SEBASTIAN MÜNZENMAIER (35): Der gebürtige Darmstädter war Spitzenkandidat der rheinland-pfälzischen AfD im Bundestagswahlkampf und verpasste mit 25,5 Prozent nur knapp das Direktmandat für den Wahlkreis Kaiserslautern. Münzenmaier, aufgewachsen in der Südpfalz und natürlich Fan des 1. FC Kaiserslautern (FCK), ist ein umtriebiger Netzwerker und wird immer wieder als möglicher Generalsekretär der AfD gehandelt.
Nach einigen Semestern Rechtswissenschaften arbeitete der Pfälzer ab 2012 als Versicherungs- und Finanzanlagenfachmann und absolvierte berufsbegleitend ein juristisches Schwerpunktexamen. „Ich hatte ursprünglich nicht vor, in die Politik zu gehen“, sagt er.
Während seines Studiums trat Münzenmaier in die Partei „Die Freiheit“ ein, die ihm thematisch dann doch zu sehr auf das Thema Islam fixiert gewesen sei. Schließlich habe er sich in der „,Wahlalternative 2013’, dem Vorläufer der AfD“, wiedergefunden. Er habe mitgeholfen, den AfD-Kreisverband Mainz aufzubauen, dessen Vorsitzender er auch heute noch ist.
Münzenmaier, vom Fachgebiet her Wohnungsbauexperte der Fraktion, war einer der schärfsten Kritiker des Corona-Unrechts. Für seine künftige Arbeit im Deutschen Bundestages hat sich der Pfälzer vor allem drei Themen vorgemerkt:
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