Vor fast genau einem Jahr erschien die einflussreiche Correctiv-Recherche „Geheimplan gegen Deutschland“. Mit der Veröffentlichung am 10. Januar stieß das als gemeinnützig geltende Medienunternehmen bundesweit eine Debatte über den Umgang mit der AfD an – Millionen Menschen sollen in den Wochen darauf „gegen Rechts“ und die Partei demonstriert haben.
Seitdem hat Correctiv vor Gericht einige Niederlagen einstecken müssen, Teile der Berichterstattung mussten korrigiert werden. Auch anderen Akteuren wurden implizite Berichte über das Potsdam-Treffen, das Ende November 2023 zwischen rechten Politikern und Unternehmern ausgetragen wurde, untersagt. Vor allem die Behauptung, die beteiligten Personen hätten eine millionenfache Ausweisung von Migranten mit deutscher Staatsbürgerschaft gefordert, wurde mehrfach dementiert.
Jetzt berichtet die Zeit in einem großangelegten Beitrag über die Ungereimtheiten und die Kritik an der „Geheimplan“-Recherche. Die Zeitung hat einige der Teilnehmer des Potsdam-Treffens angefragt. Das Ergebnis: die zwölf Personen, die sich zu einer Antwort bereit erklärten, streiten ab, dass Remigration im Kern des Treffens im Landhaus Adlon stand.
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