Der Gerichtsprozess um den mutmaßlichen Attentäter von Magdeburg, Taleb al-Abdulmohsen, läuft bereits seit mehreren Monaten. Die Staatsanwaltschaft wirft al-Abdulmohsen Mord in sechs Fällen und versuchten Mord in über 300 Fällen vor. Nun fordern zusätzlich 14 Opfer rund 715.000 Euro Schmerzensgeld von dem saudi-arabischstämmigen Mann, wie Focus Online berichtet.
Der Angeklagte hat vor Gericht eingeräumt, am Tag des Terrorangriffs auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt „kalt wie Eis“ gewesen zu sein. Die Tat soll al-Abdulmohsen über mehrere Wochen hinweg detailliert geplant und akribisch vorbereitet haben.
Reue hat al-Abdulmohsen seit Prozessbeginn keinesfalls gezeigt. Vielmehr wütete der Angeklagte gegen die Justiz, beschimpfte den Richter als „Nazi“ und zeigte mehrfach verschwörerische Botschaften wie „MagdeburgGate“ oder „Sept 2026“ auf seinem Laptop. In seinen Tiraden nahm er auch Altbundeskanzlerin Angela Merkel ins Visier – ihr warf er vor, Deutschland verraten zu haben. Zudem pöbelte er gegen die Magdeburger Polizei und warf der Behörde Vertuschung sowie fehlende Hilfsangebote für saudische Frauen vor.
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