Es ist eine Geschichte, die mal wieder das staatliche Versagen bei der Migrations- und Asylpolitik demonstriert. Khalil El Zein, ehemaliger Tatverdächtiger im spektakulären KaDeWe-Raub, der zudem als Betrüger verurteilt und im Frühjahr in den Libanon abgeschoben worden war, ist wieder nach Deutschland eingereist – und fordert Schutz. Wie BILD exklusiv berichtet, soll El Zein sich im Ankunftszentrum für Flüchtlinge in Berlin-Tegel gemeldet haben und einen Asylantrag gestellt haben.
Wie der 35-jährige Libanese erneut nach Deutschland gelangen konnte, ist unklar. Fest steht jedoch, dass er seinen Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stellte und direkt nach der Anhörung festgenommen wurde. Der Grund: eine „ergänzende Vorbereitungshaft“, wie es in Behördendeutsch heißt. Wenig später wurde der Mann wieder entlassen, da laut Gericht die Haft „zur Vorbereitung der Abschiebungsandrohung nicht (mehr) erforderlich“ sei, so BILD.
Das Ankunftszentrum für Flüchtlinge in Berlin-Tegel.
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