Mehr als eine halbe Million Migranten wartet wohl derzeit in Libyen auf eine Möglichkeit, nach Europa überzusetzen. Das erklärte der griechische Migrationsminister Thanos Plevris am Sonntag im nationalen Fernsehen Griechenlands. Ihm zufolge liegt die Zahl bei 550.000 Menschen, die nach Europa möchten.
Angesichts der derzeit guten Wetterbedingungen rechnen die griechischen Behörden auch damit, dass sich bald mehr und mehr Boote aus Libyen nach Europa auf den Weg machen. Plevris sprach davon, dass man erwarte, dass viele Boote die libysche Küste bereits verlassen hätten.
Die Ankunft dieser Menschen wollen die griechischen Behörden nicht zulassen: So arbeite man eng mit der EU-Grenzschutzagentur Frontex und den libyschen Behörden zusammen, um verantwortliche Schleusernetzwerke zerschlagen zu können. Die Migrantenboote sollen vor ihrer Abfahrt aufgespürt und am Überqueren des Meeres bis zur griechischen Küste gehindert werden, so das Vorhaben laut Plevris. Denn sonst geraten immer mehr Flüchtlinge in Seenot: Die griechische Küstenwache rettete etwa am Sonntag 125 Migranten aus zwei Booten, die kurz vor der Küste Kretas in Not geraten waren. Laut dem UNHCR kamen im vergangenen Jahr im Mittelmeer 107 Menschen ums Leben. 42.000 Menschen erreichten die griechischen Inseln.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











