51 Prozent holen sich fast alle Sitze: Wie die US-Demokraten den Kampf um die Wahlkreise eskalieren

vor 3 Monaten

51 Prozent holen sich fast alle Sitze: Wie die US-Demokraten den Kampf um die Wahlkreise eskalieren
Bildquelle: Apollo News

51 Prozent der Wähler im US-Bundesstaat Virginia haben dafür gestimmt, dass die anderen 49 Prozent bald mit weniger als 10 Prozent im US-Kongress repräsentiert werden. Jedenfalls läuft es faktisch darauf hinaus. Es war eine hochumkämpfte Abstimmung zwischen Demokraten und Republikanern, die die Demokraten nun knapp für sich entschieden haben und mit der sie die andere Partei per Wahlkreiszuschneidung größtenteils entmachten.

Virginia gilt traditionell als „hellblauer Staat“, also nicht mehr ganz als „Swing State“, meist in der Hand der Demokraten, aber nur knapp. Trump unterlag hier bei der letzten Wahl gegen Kamala Harris, die allerdings auch nur auf ca. 51 Prozent der Stimmen kam. Republikaner sind also meist knapp in der Minderheit, in der neuen Wahlkreiskarte würden sie (basierend auf den letzten Wahlergebnissen) aber nur noch einen einzigen Wahlkreis von elf gewinnen – mit gut 76 Prozent.

Es ist ein eklatanter Fall von „Gerrymandering“, dem Zuschneiden der Wahlkreise, sodass die Mehrheitspartei die Hochburgen ihrer gegnerischen Partei in so wenige Wahlkreise wie möglich (hier einen einzigen) steckt und den Rest so über andere Wahlkreise verteilt, dass sie diese für sich entscheidet. Die Praxis ist längst nichts Neues, gerade Republikanern wird sie sonst gerne vorgeworfen – auch wenn sie bei Demokraten mindestens genauso beliebt ist. Virginia ist nun nur ein besonders extremer Fall – denn per (knapper) Volksabstimmung änderte man hier kurzerhand die Landesverfassung, um eine solche Karte ziehen zu können.

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