30 Grad Celsius – und die Hitzepanik ist zurück

vor 11 Monaten

30 Grad Celsius – und die Hitzepanik ist zurück
Bildquelle: Tichys Einblick

“Wenn du einen großen Hammer hast, fangen alle Dinge um dich herum an, wie Nägel auszusehen.” Das Zitat wird dem österreichischen Psychotherapeuten Paul Watzlawick zugeschrieben. Und passt auf große Teile der deutschen Medien. Anfang Juli haben sie gezeigt, wie viele Beiträge sie zu Klimawandel und Hitzetod vorbereitet haben. Doch dann dauerte die “Hitzewelle” nur zwei Tage und die Medienkampagne fiel ins Wasser – buchstäblich.

Die Warnung vor dem Hitzetod ist bei 20 Grad Celsius und Dauerregen so witzlos wie eine Gespenstergeschichte bei Sonnenschein. Und auch die Hinweise, dass es ja durchaus heiß sei – nur halt woanders –, wollten die Bürger nicht so recht in Todesangst treiben. Also mussten die Medien warten, den Hammer in der Hand und überall Nägel sehend. Doch jetzt, im August, steigt das Thermometer über 30 Grad Celsius. Die einen sagen: Endlich, und stürmen raus ins sommerliche Vergnügen. Endlich, sagen die anderen ebenfalls, und warnen vor dem nahenden Tod für alle, die nicht dem Hitzeschutzplan der Bundesregierung folgen – und etwa die Todesgefahr Bratwurst meiden.

Wobei der Alarmismus der TAZ noch nichts im Vergleich zur Panikmache der Frankfurter Rundschau ist. Die hämmert die Überschrift raus: “40-Grad-Hitze zieht über Deutschland – Wetter-Prognose mit klarem Signal”. Kurzum: Wir werden alle sterben. Doch dann? Im Text ist von 27 bis 35 Grad die Rede. Dann von 32 bis 39 Grad und einmal von 33 bis 40 Grad. An einem Tag und an einer Stelle also 40 Grad – aber das zur 40-Grad-Hitze hochjazzen, die mit ihrem Todesatmen über Deutschland zieht…

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel