In den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres sind 30.406 Personen ihrer Ausreisepflicht aus der Bundesrepublik nachgekommen. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage der Linken hervor, über die dpa berichtet. Damit liegt die Zahl der freiwilligen Ausreisen nach wie vor über den Abschiebungen.
Abgeschoben wurden im gleichen Zeitraum nur 19.538 Personen. Das sind zwar rund ein Fünftel mehr als im Vorjahr, aber immer noch 36 Prozent weniger als die freiwilligen Ausreisen. Zur Ausreise erhalten die Betroffenen eine Grenzübertrittsbescheinigung. Andernfalls wäre die Einreise in andere Länder ohne gültige Aufenthaltserlaubnis und gegebenenfalls Ausweispapiere deutlich erschwert.
In vielen Fällen wird von den Ländern für die „freiwillige Ausreise“ ein Handgeld bezahlt. Nach Daten des Ausländerzentralregisters war das mindestens 16.545 Mal der Fall. Diese Zahl bezieht sich allerdings auf einen abweichenden Zeitraum einschließlich November und ist angesichts verzögerter Speicherung vermutlich unvollständig.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











