20-Jahres-Hoch bei Insolvenzen: Pleitewelle eskaliert 2026 – keine Aussicht auf Besserung

vor 3 Monaten

20-Jahres-Hoch bei Insolvenzen: Pleitewelle eskaliert 2026 – keine Aussicht auf Besserung
Bildquelle: Apollo News

Die Wirtschaftskrise in der Bundesrepublik verschärft sich zusehends, und auch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen geht nicht zurück – im Gegenteil: Im ersten Quartal wurden so viele Pleiten verzeichnet wie seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht. Das Statistische Bundesamt meldet diese Zahlen nur noch mit erheblicher Verzögerung und hat die Veröffentlichung vorläufiger Werte eingestellt (Apollo News berichtete). Allerdings gibt es ein Forschungsinstitut, das vergleichbare Zahlen anbietet.

Nach Angaben des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) wurden in Deutschland im ersten Quartal 2026 insgesamt 4.573 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften registriert. Ein höheres Niveau wurde zuletzt im dritten Quartal 2005 erreicht, wie Daten des Statistischen Bundesamts belegen. Damals lag die Zahl bei 4.771 Insolvenzen. Damit übertreffen die aktuellen Werte sogar das Niveau der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2009.

Der erschreckende Negativrekord im ersten Quartal ist unter anderem auf die Entwicklung im März zurückzuführen. In diesem Monat stiegen die Insolvenzen überraschend stark an und lagen laut IWH um 71 Prozent über dem durchschnittlichen März der Jahre 2016 bis 2019 – also vor der Corona-Pandemie. Besonders hohe Werte wurden dabei unter anderem im Baugewerbe sowie im Handel verzeichnet.

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