Sie locken Jugendliche mit schnellem Geld, bieten bis zu 20.000 Euro für einen Mord! Europol, die EU-Polizeibehörde mit Sitz im niederländischen Den Haag, warnt vor der Rekrutierung junger Täter (13 bis 17 Jahre alt) für kriminelle Netzwerke – durch die Verwendung von Slang, codierten Nachrichten und Computerspiel-Strategien.
Demnach sind Minderjährige mittlerweile in mehr als 70 Prozent der kriminellen Märkte involviert. Besonders eingesetzt werden sie im Drogenhandel, vor allem in den Märkten für Kokain und Cannabis. Ihre „Jobs“: Straßenhändler, Kurier, Lagerarbeiter. Außerdem holen sie Drogen aus Schiffscontainern und klauen Betäubungsmittel aus kriminellen Distributionskanälen. Europol: „Diese jungen Täter werden zwischen Regionen oder Städten hin- und herbewegt, was ihre Sichtbarkeit für lokale Strafverfolgungsbehörden einschränkt und die Wahrscheinlichkeit einer Festnahme verringert.“ Außerdem wissen sie wenig über die Netzwerkstruktur. Das macht sie aus Sicht der Verbrecher zu „risikoarmen Akteuren“, da sie bei einer Festnahme nur wenig verraten können.
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