Erstmals seit der Übernahme der neuen Bundesregierung wurden Afghanen mit einem Charterflieger nach Deutschland gebracht. Insgesamt 192 Personen landeten am Dienstag in Erfurt, zuvor hatte es bereits fünf Linienflüge gegeben, über die jeweils eine wesentlich geringere Zahl nach Deutschland gebracht wurde.
Es handelt sich jeweils um Afghanen mit einer Aufnahmezusage. An Bord des Charterflugs waren jetzt überwiegend Frauen. Alle Passagiere wurden zunächst in das Grenzdurchgangslager Friedland gebracht, hier werden sie anschließend an die Bundesländer verteilt. Das Grenzdurchgangslager hatte Bekanntheit erlangt, nachdem ein hier untergekommener Iraker im August die 16-jährige Liana K. vor einen Zug gestoßen haben soll (mehr dazu hier).
Die aufgenommenen Afghanen kamen aus Islamabad nach Deutschland. In der pakistanischen Hauptstadt befanden sich vor dem Flug noch etwa 1.900 Personen mit einer Aufnahmezusage. Bundesaußenminister Johann Wadephul hatte in den vergangenen Monaten immer wieder betont, alle Afghanen mit einer solchen Einreisebewilligung nach Deutschland fliegen zu lassen, wenn keine Sicherheitsbedenken bestehen.
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