176 Schulen in NRW unterhalten eigene Gebetsräume

vor 11 Monaten

176 Schulen in NRW unterhalten eigene Gebetsräume
Bildquelle: NiUS

In nordrhein-westfälischen Schulen gibt es mehr Gebetsräume als vermutet. Offiziell stehen sie allen Konfessionen offen, dürften aber in der Praxis von muslimischen Schülern genutzt werden. Die SPD kritisiert die schwarz-grüne Landesregierung.Laut einer vorläufigen Erhebung des Schulministeriums auf eine kleine Anfrage der SPD haben in NRW 15 Berufskollegien religiöse Gebetsstätten eingerichtet, zwölf an Förderschulen sowie 15 an Gesamtschulen. 44 in Grundschulen, 61 Gymnasien, 16 Realschulen, einer Haupt- sowie sechs Sekundar- und einer Waldorfschule sowie vier Weiterbildungskollegs. Es handle sich um „Gebetsraum, der in der Regel konfessionsübergreifend genutzt werden kann“, so Schulministerin Dorothee Feller: „Die Schule ist ein Raum religiöser wie weltanschaulicher Freiheit.“ Die Glaubens- und Gewissensfreiheit berechtige Schülerinnen und Schüler grundsätzlich, „außerhalb der Unterrichtszeit ein (rituelles) Gebet zu verrichten.“

Die SPD-Landtagsabgeordnete Dilek Engin hingegen findet: „Eigene Gebetsräume haben meiner Ansicht nach an Schulen nichts zu suchen. Dadurch sind zudem nur Konflikte programmiert, die in die Schulgemeinschaft hereingetragen werden.“ Die Entscheidung darüber solle nicht auf die Schulen abgewälzt werden. „Schulleitungen wünschen sich hierbei eindeutige Unterstützung durch die Ministerin und keine Larifari-Haltungen, wie sie aktuell an den Tag gelegt werden.“

Dilek Engin (SPD) findet, Gebetsräume hätten an Schulen nichts zu suchen.

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