Für den Wiederaufbau des durch den Krieg gebeutelten Landes überwies die Bundesregierung seit Jahren Millionen von Euro nach Syrien. Gleichzeitig versuchte das Auswärtige Amt diplomatische Beziehungen zur neuen syrischen Regierung aufzubauen. Doch nun herrscht in Syrien nach dem Sturz von Assad wieder die nackte Gewalt. Die naiven Hoffnungen der Bundesregierung zerstreuen sich im Wind.
„Salam Aleikum“, zu Deutsch „Friede sei mit dir“, so begrüßte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock vergangenen Monat syrische Mitbürger in einer Videobotschaft aus der sogenannten Syrien-Konferenz in Paris, die vom Auswärtigen Amt auf verschiedenen Social-Media-Kanälen hochgeladen wurde.
Grund für die Konferenz: Der syrische Staatspräsident Baschar al-Assad, der das Land jahrzehntelang diktatorisch regiert hatte, wurde am 8. Dezember 2024 im Zuge von Offensiven der syrischen Opposition gestürzt. Kurz darauf übernahm der islamistische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa die Macht. Als Reaktion darauf lud die französische Regierung im Februar westliche und arabische Staaten ein, um über Syriens wirtschaftliche und politische Zukunft zu beraten. Auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock nahm teil und sprach davon, Syriens „Wiederaufbau voranzubringen“ und „den politischen Prozess, der so wichtig ist, damit Syrien in den Frieden für alle findet“ zu fördern.
Während Baerbock in ihrer öffentlichen Videobotschaft auf der Syrien-Konferenz in Paris noch damit prahlt, dass „wir auch hier wieder einen Schritt vorangekommen sind“, veränderte sich die politische Lage in Syrien unter dem neuen islamistischen Machthaber Ahmed al-Scharaa jedoch drastisch.
Von der einstigen Hoffnung auf ein friedliches Syrien ist mittlerweile wenig übrig geblieben.
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