100 Tage Trump: Eine Bilanz über Zoll-Krieg, Massenabschiebungen, Kampf gegen Wokeness und Musks Kettensäge

vor etwa 1 Jahr

100 Tage Trump: Eine Bilanz über Zoll-Krieg, Massenabschiebungen, Kampf gegen Wokeness und Musks Kettensäge
Bildquelle: NiUS

100 Tage ist die Trump-Regierung jetzt im Amt. Was ist seither passiert, welche Entwicklungen hat der Präsident bisher angestoßen, welche Maßnahmen getroffen, was erreicht? Spoiler: mehr als sich das der gemeine Tagesschau-Konsument hätte vorstellen können.

„Make America Great Again“: Amerika wieder reich und mächtig machen, US-Interessen grundsätzlich in den Vordergrund stellen – das haben sich Donald Trump und seine MAGA-Bewegung vorgenommen. Anders als in seiner ersten Amtszeit geht der US-Präsident diesmal mit einer gewissen Erfahrung ans Werk, hat in Washington ebenso entschlossene Leute, die nicht der Washingtoner Blase entstammen, um sich geschart. Er ist bereit, es mit dem, was er deep state nennt, aufzunehmen, den Netzwerken aus Konzernen, Wall Street, globalistischen Politikern, staatlichen Behörden, Silicon Valley, Medien, Geheimdiensten, transnationalen Institutionen, Stiftungen und ihren „NGOs“.

Um den „tiefen Staat“ erst einmal ordentlich aufzumischen, legte die Trump-Regierung los wie die Feuerwehr. 139 „executive orders“ (Durchführungsverordnungen), 39 Bekanntmachungen, 42 Memoranden wurden in den ersten 100 Tagen unterzeichnet. Trump wickelte 78 Dekrete seines Vorgängers Joe Biden ab und setzte ein Ausrufezeichen nach dem anderen, um einen Politikwechsel zu vollziehen.

Versprochen – umgesetzt: Donald Trump unterzeichnet eine seiner zahlreichen Durchführungsverordnungen.

Was konkret hat Trump in den gut drei Monaten seiner zweiten Amtszeit bewegen können? Weit mehr als man gedacht hätte – zum Leidwesen seiner Gegner, die ausschließlich die (vermeintlichen) Negativpunkte der 100 Tage herausgreifen.

Eines der wichtigsten Wahlversprechen löste der Präsident gleich am ersten Tag ein: drastische Schritte zur Beendigung der illegalen Migration, zur Ausweisung krimineller Einwanderer und zur Grenzsicherung. Waren im Dezember 2023 noch 250.000 illegale Grenzübertritte verzeichnet worden, so zählte man im März 2025 gerade einmal 7.000. Wegen der „Invasion“ hatte Trump einen Notstand ausgerufen und 10.000 Soldaten an die mexikanische Grenze entsandt. Illegale Grenzübertritte sanken laut Berichten um bis zu 94–95% (CBP-Daten).

Zahl der Fälle, in denen die Grenzpolizei auf Migranten stieß (seit März 2024).

Exekutive Anordnungen blockierten Asylanträge und stornierten Termine über die CBP One-App. Am 4. Februar 2025 starteten erste Flüge zur Abschiebung illegaler Migranten aus Guantanamo Bay. Ein Lager für „kriminelle illegale Einwanderer“ wurde dort eingerichtet. 14.000 Einwanderer ohne Papiere wurden in Haft genommen.

Noch im Januar wurden hunderte kriminelle illegale Migranten ergriffen und abgeschoben.

Parallel dazu wurden illegale Migranten abgeschoben. Die Grenzschutzbehörde ICE ergriff hunderte Kriminelle und brachte sie außer Landes. „Grenz-Zar“ Tom Homan sprach eben von bisher 139.000 Personen, die ausgeweisen wurden. Er schätzt, dass sich bis zu 20 Millionen Ausländer ohne Erlaubnis in den USA aufhalten, wolle sich aber auf die 700.000 Tatverdächtigen oder verurteilten Kriminellen unter ihnen fokussieren, aus nationalen Sicherheitsinteressen. Zurzeit werden monatlich 11.000-12.000 Illegale abgeschoben.

Nach dem Gesetz gegen „ausländische Feinde“ (Alien Enemies Act) aus dem Jahr 1798 wollte Trump auch Mitglieder des venezolanischen Verbrecherkartells Tren de Aragua abschieben, doch das Oberste Gericht der USA stoppte die Aktion vorerst. Ein Vorgeschmack auf die juristischen Auseinandersetzungen, die noch bevorstehen.

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