Am Freitag war der Virologe Christian Drosten zu Gast bei der Interview-Reihe Jung & Naiv und sorgte unter anderem mit seinen Aussagen zur Sterblichkeitsrate des Coronavirus für Kritik. Drosten erklärte im viereinhalbstündigen Gespräch, warum er Durchseuchungsstrategien wie die von Schweden verfolgte ablehne.
Er begründete dies mit der seiner Ansicht nach hohen Sterblichkeitsrate des Virus: „Man kann nicht bei 1 Prozent Letalität über eine Durchseuchungsstrategie argumentieren. (…) Diejenigen, die das vorgeschlagen haben, haben das zu einer Zeit vorgeschlagen, als man eigentlich schon wusste, dass die Letalität sehr hoch ist, im Bereich von ein Prozent liegt, in Gesellschaften wie Deutschland, mit dem Altersprofil.“
Für Drosten sei dies der zentrale Grund gewesen, warum alternative Ansätze wie gezielter Schutz von Risikogruppen oder eine kontrollierte Durchseuchung keine ernstzunehmende Option gewesen seien.
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